Wohngruppe Tauberbischofsheim feierte 20-jähriges Jubiläum

Sommerfest in der Wohngruppe Tauberbischofsheim: 20-jähriges Jubiläum gefeiert

Bei der Jugendhilfe Creglingen gab es großen Grund zum Feiern. Die stationäre Wohngruppe in Tauberbischofsheim feiert in diesem Jahr ihr 20. Jubiläum, was mit einem lockeren Sommerfest begangen wurde. Die Gruppenleiterin Hannah Kemmer begrüßte die Gäste. Die Wohngruppe sieht sie und ihr Team als sicheren Ort für die Jugendlichen, die bei ihnen in der Gruppe leben. Froh ist man über die tollen Räumlichkeiten der Gruppe. Hervorzuheben ist zudem, dass das Team der Wohngruppe einen starken Zusammenhalt hat und man froh ist über die sehr wertschätzende Haltung in der Einrichtung.

Gäste waren neben den Bewohnern und Mitarbeitern der Wohngruppe auch ehemalige Jugendliche und Kollegen, Werner Fritz als Einrichtungsleiter, der ehemalige Geschäftsführer der Einrichtung Joachim Matthey sowie Wegbegleiter der vergangenen 20 Jahre. Ebenso konnte der Amtsleiter des Jugendamtes Martin Frankenstein und weitere Kooperationspartner von Schulen und anderen Trägern begrüßt werden.

Frau Kemmer stellte den Gästen Fragen zur Geschichte und der Zusammenarbeit mit der Gruppe. Die Wohngruppe Tauberbischofsheim wurde 2003 in der Stadtmitte in einem Altbau eröffnet. Ob familiäre Konflikte, psychische Probleme oder andere Gründe. Wenn die Beziehung und das Zusammenleben in der Familie nicht funktioniert, fanden in der Gruppe in den letzten 20 Jahren viele Mädchen und Jungen eine neue Beheimatung und fachliche pädagogische Unterstützung. Nach dem systemischen Ansatz arbeitet die Gruppe auch eng mit den Eltern zusammen. Im Jahr 2015 zog die Wohngruppe in einen extra auf die Bedürfnisse einer Wohngruppe errichteten Neubau im Wohngebiet Kirschengarten. In dem großzügig gestalteten und liebevoll eingerichteten Haus herrscht eine Wohlfühlatmosphäre für die acht Mädchen und Jungen. Für zwei Jugendliche gibt es eine Trainingswohnung im Haus. Hier werden die jungen Menschen auf mehr Eigenverantwortung und Selbstständigkeit vorbereitet.

Joachim Matthey hatte damals die Bauplanung als Geschäftsführer inne und ging zum Zeitpunkt des Umzuges in den Ruhestand. Sein Nachfolger Werner Fritz erinnerte sich daran, dass er den Vorstand und Herrn Matthey von der Idee eines Neubaus überzeugen konnte. Besondere Unterstützung erhielt man von der Stadtverwaltung Tauberbischofsheim und den Nachbarn. Auch der Umzug der Gruppe ist Fritz noch in guter Erinnerung. Der Mietvertrag des Gebäudes, in der die Gruppe sich ursprünglich befand, lief aus. Man schloss aber umgehend einen neuen Vertrag ab, da man das Haus sofort wieder für eine Gruppe für unbegleitete minderjährige Ausländer benötigte.

Der Amtsleiter des Jugendamtes im Main-Tauber-Kreis Martin Frankenstein berichtete, dass das Jugendamt beeindruckende Angebote für junge Menschen schaffe. Die Jugendhilfe Creglingen mit vielen Standorten und als einziger Anbieter von stationären Leistungen im Main-Tauber-Kreis ist oftmals der erste Ansprechpartner, wenn es um die Umsetzung neuer Jugendhilfeangebote gilt. In Tauberbischofsheim richtete man sich stark an den Zielgruppen aus. Die Wohngruppe Tauberbischofsheim und die Stabilisierungsgruppe, die nebenan errichtet wurde, sieht er als Erfolgsgeschichte.

Nach der Geschenkübergabe und Dank an alle Kooperationspartner konnte man sich in einem Gästebuch und auf der Zeitleiste verewigen und den Nachmittag gemütlich bei Essen, Getränken und guten Gesprächen ausklingen lassen.