Erster Jahrgang an der Fachschule für Heilpädagogik verabschiedet

Main-Tauber-Institut feiert Abschluss der ersten Absolvent:innen der Fachschule für Heilpädagogik

Mit einer stimmungsvollen Abschlussfeier im Main-Tauber-Institut der Jugendhilfe Creglingen wurde der erste Jahrgang der staatlich anerkannten Fachschule für Heilpädagogik verabschiedet. Dreizehn Absolventinnen und Absolventen – zwölf Frauen und ein Mann – erhielten nach drei Jahren berufsbegleitender Weiterbildung ihre Abschlusszeugnisse. Damit ging nicht nur der erste berufsbegleitende Ausbildungsgang zu Ende, sondern zugleich der erste Jahrgang des Main-Tauber-Instituts überhaupt, der die Ausbildung an der neu gegründeten Fachschule erfolgreich absolvierte. 

Die Gründung und Implementierung einer staatlich anerkannten Fachschule für Heilpädagogik innerhalb einer Jugendhilfeeinrichtung ist weit über die Region hinaus außergewöhnlich. Dass die Jugendhilfe Creglingen dieses Bildungsangebot am Main-Tauber-Institut aufgebaut hat, setzt ein starkes Zeichen für die Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte. Initiiert wurde das Projekt von Michael Ebert, dessen Idee und Engagement den Grundstein für die Fachschule legten. 

Alle 13 Absolventinnen und Absolventen meisterten die anspruchsvolle Weiterbildung mit großem Engagement und hervorragenden Leistungen. Über drei Jahre hinweg gelang es ihnen, Beruf, Familie und Ausbildung miteinander zu verbinden – eine Herausforderung, die Ausdauer, Disziplin und großen persönlichen Einsatz erforderte. 

Den feierlichen Auftakt der Veranstaltung gestaltete Werner Fritz, Leiter der Jugendhilfe Creglingen. Er zeigte sich stolz darüber, dass mit der Fachschule ein zukunftsweisendes Bildungsangebot entstanden sei. Angesichts des steigenden Bedarfs an qualifizierten Fachkräften komme der Heilpädagogik eine immer größere Bedeutung zu. Heilpädagoginnen und Heilpädagogen leisteten einen unverzichtbaren Beitrag, Kinder und Erwachsene mit Unterstützungsbedarf in ihrer Entwicklung, Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Teilhabe zu begleiten. Mit der Fachschule werde deshalb nicht nur in Bildung investiert, sondern auch in die Zukunft der sozialen Arbeit in der gesamten Region. 

In ihrer Ansprache gratulierte Schulleiterin Gabriela Schwarz den Absolventinnen und Absolventen herzlich zu ihrem Erfolg. Mit dem afrikanischen Sprichwort „Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh gemeinsam.“ erinnerte sie daran, dass der Weg dieses ersten Jahrgangs nur durch Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und Vertrauen möglich gewesen sei. Sie zeigte sich stolz auf die fachliche und persönliche Entwicklung der Absolventinnen und Absolventen, die nun hervorragend auf ihre verantwortungsvolle Tätigkeit als Heilpädagoginnen und Heilpädagogen vorbereitet seien. 

Besonders bewegend war ihr Rückblick auf Michael Ebert, den Initiator der Fachschule, der während der Ausbildungszeit verstorben ist. Die Gründung der Fachschule sei sein Herzensprojekt gewesen. Mit großem Weitblick und persönlichem Engagement habe er die Vision verfolgt, die heilpädagogische Weiterbildung direkt in der Jugendhilfe Creglingen zu verankern und damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräfteentwicklung in der Region zu leisten. Dass nun der erste Jahrgang erfolgreich seinen Abschluss feiern konnte, sei auch Ausdruck seines Vermächtnisses und hätte ihn mit großem Stolz erfüllt. 

Mit Blick auf den ersten Jahrgang sagte sie: „Ihr habt diese Weiterbildung geprägt. Alles, was nach euch kommt, wird ein kleines Stück von euren Ideen, euren Fragen und euren Erfahrungen in sich tragen.“ Damit würdigte sie die besondere Rolle der ersten Absolventinnen und Absolventen, die den Aufbau der Fachschule aktiv mitgestaltet und den Grundstein für alle zukünftigen Kurse gelegt haben. 

Für einen besonderen Höhepunkt sorgten die Absolventinnen und Absolventen selbst. Mit einer kreativen und humorvollen Einlage ließen sie Einblicke in den Unterricht der Dozentinnen und Dozenten Revue passieren und sorgten bei Gästen, Angehörigen und Dozierenden gleichermaßen für viele heitere und emotionale Momente. Musikalisch begleitet wurde die Feier von unserem Dozenten, Oliver Ertl, der der Veranstaltung einen festlichen Rahmen verlieh. 

Zum Abschluss waren sich alle Rednerinnen und Redner einig: Mit diesem ersten Abschlussjahrgang endet nicht nur eine erfolgreiche Weiterbildung – vielmehr beginnt ein neues Kapitel. Die Fachschule für Heilpädagogik möchte sich als wichtigen Baustein der regionalen Bildungslandschaft etablieren und künftig dazu beitragen, dringend benötigte heilpädagogische Fachkräfte für die Region auszubilden. 

Bereits am 2. Oktober startet der nächste berufsbegleitende Ausbildungsgang der Fachschule für Heilpädagogik. Für diesen Kurs sind derzeit noch Plätze frei. Interessierte Fachkräfte können sich noch bewerben. 

Unsere Absolventinnen und Absolventen: Alhameedi, Mohammad; Bier, Maren; Engel, Barbara; Larsson, Sigrid; Lorenz, Natascha; Loschek, Bianca; Lukoschek, Carmen; Herrmann, Melanie; Horwath, Diana; Opitz, Daniela; Shalabi, Anne-Marie; Wohner, Barbara; Zobel, Renate