ZAM wachsen - Gartenbauprojekt in Weikersheim ist gestartet

Was für ein Gewusel: Da rückt eine kleine Truppe aus dem evangelischen Kindergarten an, dick eingepackt und bewaffnet mit bunten Schaufeln, da schleppen Schülerinnen und Schüler der Kraft-zu-Hohenlohe-Förderschule Gießkannen und Spaten an, da greifen Mitglieder des Weikersheimer Klimastammtischs und der Fridays for Future-Gruppierung gemeinsam mit Gemeinderätinnen, Angehörigen des Kreistags, dem Bürgermeister und   der Jugendhilfe Creglingen beherzt zum Spaten, um die ersten sechs Beerenbüsche im Weikersheimer „ZAMwachsen-Gemeinschaftsgarten“ zu pflanzen. Vier verschiedene Johannisbeersträucher, einen Aronia- und einen Stachelbeerbusch  pflanzte die bunte Gesellschaft und gab so nicht mit einem, sondern mit ganz vielen Spatenstichen den offiziellen Startschuss für das Projekt.

Gern unterstütze die Stadt das Projekt, das im Rahmen des landesweiten Ideenwettbewerbs „Gemeinscham:schaffen“ mit einer 17.000 Euro-Förderung bedacht wurde, so Weikersheims Bürgermeister Klaus Kornberger, der dem Land für diese Förderinitiative dankte. Die Kommune spendiert den von den Machern zu erbringenden zehnprozentigen Eigenanteil. „Das hier hat absolut Zukunft“, lobte er. Der Garten und seine Möglichkeiten zur alle Generationen übergreifenden Zusammenarbeit werde auch dem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum zusätzliche Bedeutung verleihen.

Begrüßt hatte die fleißigen Helfer Martina Kuhn, Leiterin der Kraft-zu-Hohenlohe-Förderschule. In der Schule gehe es immer ums Wachsen und Hineinwachsen in die Welt, ums Zusammenwachsen, ums Sammeln neuer Erfahrungen und ums gemeinsame Lernen, unter anderem auch in der Garten-AG. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler wünschten sich eine sichere Umwelt, gesunde Natur und viel mehr Freundschaft und Gemeinsamkeit und fragen, warum wir das nicht einfach umsetzen. „Hier tun wir‘s!“

Nur zu gern wären auch die Weikersheimer Seniorinnen und Senioren, die das Projekt von Anfang an begleitet haben, bei dieser ersten Gartenaktion dabei gewesen, berichtete Angela Müller vom Familienzentrum ZAM. Angesichts der Corona-Risiken mussten sie auf die Begegnung mit den quirligen Kindergarten- und Schulkindern, die gekonnt den mit Pferdemist angereicherten Kompost in den Pflanzlöchern verteilten, verzichten. „Machen wir später“, versprach eins der emsigen „Fürstin Margarita“-Kids, als sie sich mit Kindergartenleiterin Christiane Geier wieder auf den Rückweg in ihr Kindergartendomizil machten. Vorher hatten sie und die Schüler noch die Gelegenheit genutzt, die ganz speziellen ersten „Früchte“- vorweihnachtliche Schokozapfen - zu ernten.

Die Großen nutzten anschließend das trotz Masken und Abständen freundschaftliche Beisammensein zum weiteren Ideen-Brainstorming. Ein Vorschlag: der angedachte Hochbeet-Bereich am Hang hinter der Schule wäre auch in zwei Ebenen denkbar, was eventuell teure Baggerarbeiten reduzieren oder gar überflüssig machen könnte. Bereits im Februar ein erster Trockenmauer-Abschnitt auch als Lebens- und Unterschlupfraum für Kleintiere entstehen.

Vorher wollen die Initiatoren die Bürgerschaft zu einem Infotreffen in die Tauber Philharmonie einladen. Der Termin am 29. Januar steht schon. Wenn die Corona-Lage dann keine Absage erzwingt, werden alle Interessierten die Möglichkeit haben, sich in Planung und Umsetzung des Gemeinschaftsgarten-Projekts einzubringen.

Hilfs-, Mitmach- und Ideenangebote sind jetzt schon willkommen. Info und Kontakt: Angela Müller (Tel. 0175 8102 993), Familienzentrum ZAM – Zentrum für alle Menschen.

 

Der Text und die Fotos sind von Inge Braune.

Erschienen am 10. Dezember 2020 in den Fränkischen Nachrichten.

  • News/Termine

    Podiumsdiskussion in Würzburg "Soziale Arbeit und Corona" Mehr

  • News/Termine

    Das ZAM Weikersheim wünscht ein gutes neues Jahr Mehr

  • News/Termine

    Ganzheitlicher Ansatz zum Wohle aller - DGSF Zertifizierung unserer Einrichtung Mehr

  • News/Termine

    Pflanzaktion im neuen Gemeindegarten Weikersheim Mehr

  • News/Termine

    ZAM Weikersheim: Wettbewerbsgewinn öffnet Türen für alle Mehr

  • News/Termine

    Jugendhaus Bad Mergentheim startet mit festem Angebot durch Mehr

  • News/Termine

    "Lösungen lauern überall" - Gabriele Bachem-Böse, die Wegbereiterin der systemischen Ausrichtung- in den Ruhestand verabschiedet Mehr

MARABU

Zur Seite des Jugendhauses Marabu in Bad Mergentheim geht es hier.

Jobs

Aktuelle Stellenangebote, Bundesfreiwilligendienste und Praktika bei uns Mehr

Broschüren

NEWSLETTER MTI

Möchten Sie sich für den Veranstaltungs-Newsletter des Main-Tauber-Instituts anmelden? Dann bitte hier entlang.

Die Jugendhilfe Creglingen in
meiner Nähe:
WÜRZBURG
WERTHEIM
Unsere Leistungen
» Stationäre Wohngruppe
TAUBERBISCHOFSHEIM
Unsere Leistungen
» Stationäre Wohngruppe
» Stabilisierungsgruppe
» Erziehungsstelle
LAUDA-KÖNIGSHOFEN
Unsere Leistungen
» Teilstationäre Tagesgruppe
» Schulsozialarbeit
» Freizeitpädagogik
BAD MERGENTHEIM
CREGLINGEN
ROTHENBURG OB DER TAUBER
ANSBACH
Unsere Leistungen
» Ambulante Hilfen
Weiter ohne Standort-Auswahl
x