Fachvortrag "Fokus Heilpädagogik - eine Profession der Zukunft"

Mit dem Fachvortrag „Fokus Heilpädagogik – eine Profession der Zukunft“ startete das Main-Tauber-Institut der Jugendhilfe Creglingen e. V. die Reihe „Creglinger Work-out: Fachsimpeln am Feierabend“. Nach einem fachlichen Input konnte man bei leckeren Häppchen über das Gehörte diskutieren und sich austauschen - auch über andere Themen der Arbeit.

Der Geschäftsführer des Berufs- und Fachverbands Heilpädagogik Kai-R. Timpe aus Berlin gab einen Einblick in heilpädagogisches Arbeiten und Denken und welche wichtige Rolle die Heilpädagogik in Bezug auf die Teilhabe von Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten oder mit geistigen, psychischen, körperlichen oder sprachlichen Beeinträchtigungen auch künftig einnimmt. Michel Ebert, Heilpädagoge und Bereichsleiter bei der Jugendhilfe Creglingen e. V. fasste die Arbeit des Heilpädagogen als „Erziehung unter erschwerten Bedingungen“ zusammen. Die Heilpädagogik versteht sich als ganzheitlicher pädagogischer Ansatz: es werden Geist, Seele und Körper bei der erzieherischen und therapeutischen Arbeit mit einbezogen.

Der Referent Timpe berichtete, dass im sozialen Dienstleistungssektor (ohne Lehrer und Ärzte) Stand 2018 laut BMFSJ 5,7 Millionen Menschen arbeiteten. Dies seien deutlich mehr Mitarbeitende als in der Automobilbranche. Trotzdem habe der soziale Bereich keine so große Lobby und bisher wenig Wertschätzung in der Gesellschaft. Eine Aufgabe seines Verbandes sei die Heilpädagogik bekannter zu machen und um mehr gesellschaftliche Anerkennung zu werben. Das Berufsfeld des Heilpädagogen macht unter den sozialen Berufen einen kleinen Teil aus obwohl die Nachfrage in den letzten 20 Jahren stark gestiegen ist und auch in der Zukunft weiter steigen wird. Ein Beispiel zeigt der demografische Wandel: Menschen mit Behinderungen werden älter, so dass auch die Nachfrage nach geeigneten Pflegeplätzen im Alter steigt. Auch der Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung an Grundschulen ab 2026 wird die Nachfrage nach Heilpädagogen erhöhen. Das klassische Arbeitsfeld für Heilpädagogen ist die Eingliederungshilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen, welche sehr umfassend ist. Beginnend in der Frühförderung über die Jugendhilfe bis zur Altenhilfe decken Heilpädagogen alle Altersphasen des Lebens ab. Sie sind in Beratungsstellen, als Schulbegleiter, in heilpädagogischen Fachdiensten oder in der klassischen Behindertenhilfe tätig. Künftig werden Einsatzfelder auch die betriebliche Eingliederungshilfe, Regiestellen in Ämtern oder Multiplikatoren in interdisziplinären Teams sein. Der Vortrag und die anschließende Diskussion gaben einen guten Einblick in die Arbeit des Heilpädagogen in Abgrenzung zu anderen sozialen Berufen und die zukünftige Entwicklung in diesem Bereich. Man darf gespannt sein, welches das nächste interessante Thema der Reihe „Creglinger Work-out: Fachsimpeln am Feierabend“ sein wird.

Das Main-Tauber-Institut (MTI) plant ab Sommer 2022 eine berufsbegleitende Weiterbildung zum staatlich geprüften Heilpädagogen anzubieten. Man möchte die Heilpädagogik in der Region stärken und mehr Angebote schaffen, da es in der Nähe kaum Weiter- oder Fortbildungen für pädagogische Berufe in diesem Bereich gibt.

Gegründet wurde das Main-Tauber-Institut 2014. Es ist die Fort- und Weiterbildungseinrichtung der Jugendhilfe Creglingen e. V. zur weiteren Professionalisierung pädagogischer und beratender Berufe. Mehr Informationen erhält man unter www.main-tauber-institut.de und unter 07933/9222-0

Das Foto zeigt von links: Gabriele Bachem-Böse (Leiterin MTI), Kai-R. Timpe (Geschäftsführer des Berufsverbandes Heilpädagogik Berlin) und Michel Ebert (Heilpädagoge und Bereichsleiter ambulante Hilfen MOB Bad Mergentheim)

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