"Creglinger Workout-Fachsimpeln in den Feierabend"

„Creglinger Workout-Fachsimpeln in den Feierabend“
Gemeinwohlökonomie-Nachhaltiges Leben und Wirtschaften in sozialen Organisationen

Gemeinwohlökonomie (GWÖ) – was bedeutet das? Dieser Frage gingen der Paritätische Kreisverband im Main-Tauber-Kreis und das Main-Tauber-Institut der Jugendhilfe Creglingen e. V. vor kurzem in einer Abendveranstaltung nach. Der aktive Vortrag fand in der regelmäßigen Reihe „Creglinger Workout-Fachsimpeln in den Feierabend statt“.

Referent Ulrich Fellmeth, Geschäftsführer COSYMA und GWÖ-Berater, wurde von Katja Knorr, Regionalleitung Heilbronn-Franken des Paritätischen und Gabi Bachem-Böse, Leitung Main-Tauber-Institut begrüßt und vorgestellt. Ulrich Fellmeth arbeitete in verschiedenen Positionen in Jugendhilfe-Einrichtungen und fand sich immer oft in der Rolle des Gründers wieder.

So war es für ihn ein logischer Schritt nach der Berufslaufbahn nochmals neu zu beginnen und sich im Bereich der Gemeinwohlökonomie weiterzubilden. Nun können Unternehmen oder soziale Einrichtungen mit seiner Unterstützung ihre GWÖ-Bilanz erstellen. Das Konzept der GWÖ wurde von Christian Felber entwickelt. Er meint, die Wirtschaft müsse „vom Kopf auf die Füße gestellt werden“. Wirtschaft sei nur noch zur Kapitalvermehrung da, das macht ein gutes Leben für alle unmöglich.

Kriterien für die GWÖ-Bilanzierung sind Menschenwürde, Solidarität, Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz sowie Mitentscheidung. Sogenannte Berührungsgruppen mit diesen Werten sind z. B. die Arbeitszeit - gewünscht wäre eine 30-Stundenwoche - sowie die Gehaltsspreizung, hier bekäme man die Höchstpunktzahl bei 1:4. Die Zuhörer wurden zur Abgabe ihrer Einschätzung aufgefordert, wie sieht die Spreizung im eigenen Unternehmen aus? Was wäre wünschenswert und akzeptabel? In der Schweiz wurden die Bürger bereits befragt, ob die Spreizung bei 1:200.000 gedeckelt werden sollte. Dies löste ungläubiges Kopfschütteln bei den Zuhörern aus.

Die Gemeinwohl-Matrix macht diese Art von Wirtschaften sichtbar und für Unternehmen wie auch für Einzelpersonen umsetzbar. Aufgrund des erstellten Berichts wird dokumentiert, was für das Gemeinwohl getan wurde und er ermöglicht, festzulegen in welchen Bereichen eine weitere Verbesserung möglich und erwünscht ist. Mögliche Protagonisten sind Gemeinden, Unternehmen, (Bildungs-) Einrichtungen oder die Zivilgesellschaft. 

Aus Sicht der GWÖ ist die Politik für das Sichern des Überlebens der Menschen zuständig, sie müsste daher z. B. steuerrechtliche Vorteile oder Vorrang bei Ausschreibungen für Unternehmen schaffen, wenn sie die Ziele der GWÖ verfolgen. Die Gesellschaft müsste ein Bewusstsein für diesen Systemwechsel schaffen.

In einem kurzen Film (https://youtu.be/kFcnN2eZ5QM) wurde der GWÖ Prozess des Caritas Verbands Köln-Ehrenfeld beschrieben, den Ulrich Fellmeth begleitet hat. In der hiesigen Region wurde die Evangelische Tagungsstätte Wildbad in Rothenburg ob der Tauber beim Erstellen des GWÖ Berichts während der Corona-Zeit online von dem Referenten unterstützt.

Bei Getränken und Snacks konnten von den Zuhörer:innen im Anschluss Fragen geklärt werden. Die Aussage, dass es genügt, einige „Aktivisten“ im Unternehmen/Einrichtungen zu haben um den Prozess anzustoßen, machte spürbar Lust bei den Anwesenden Gleichgesinnte am Arbeitsplatz zu suchen um im GWÖ-Bericht zu klären: Wo stehe ich in meiner GWÖ-Bilanz? In welchem Matrix-Feld kann ich gut einsteigen, um eine Verbesserung zu erzielen?

Derzeit stehen auch einige große Unternehmen in den Startlöchern für eine GWÖ-Bilanzierung. Sie warten jedoch noch auf das EU-Lieferketten-Gesetz.

Unter dem Link https://www.youtube.com/watch?v=HyE7gRGdPwM kann ein Gespräch von Katja Knorr, Werner Fritz und Ulrich Fellmeth zu dem Thema gehört und gesehen werden.

 

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