Beirat der Schulsozialarbeit an den Creglinger Schulen kam zusammen

In Creglingen kam der Beirat für die Schulsozialarbeit an den Creglinger Schulen zusammen. Die Schulsozialarbeit an der Grund- und Werkrealschule sowie Realschule zeichnet sich aus, dass sie von mehreren kooperierenden Partnern finanziell und ideell unterstützt wird und so der Schulsozialarbeit ein vergleichsweise höheres Stundenkontingent zur Verfügung steht. In dem Beirat sind die Schulsozialarbeiterinnen Maike Kaulbersch und Ann-Katrin Bähr sowie Vertreter der Creglinger Schulen, des Landkreises, der evangelischen Kirchengemeinden, der Apis (Evangelische Gemeinschaft Creglingen), des Creglinger SoFa e. V. und der Jugendhilfe Creglingen e. V.. Der Beirat trifft sich regelmäßig und setzt Impulse für die Schulsozialarbeit, welche ein niederschwelliges Jugendhilfeangebot an Schulen ist, zu dem jeder Zugang hat.

An den Creglinger Schulen startete die Schulsozialarbeit als eine der ersten im Main-Tauber-Kreis mit einem Stellenanteil von fünfzig Prozent. Mittlerweile wird eine volle Stelle von der öffentlichen Hand finanziert und die Jugendhilfe Creglingen e. V. fungiert als Träger, welche die Mitarbeiterinnen stellt. Die Schulsozialarbeiterinnen sind in der Jugendhilfeeinrichtung eingebunden und profitieren von Fortbildungen, bestehenden Netzwerken und Supervisionen. Vertreten wird die Jugendhilfe Creglingen e. V. im Beirat durch den Bereichsleiter der Mobilen Hilfen, derzeit noch Werner Pfeiffer.

Das Besondere in Creglingen ist allerdings die enge Kooperation mit den evangelischen Kirchengemeinden des Creglinger Bezirks, dem Dekanat Weikersheim, der Apis-evangelische Gemeinschaft Creglingen und dem Creglinger SoFa e. V., die aus eigenen Mitteln zusätzlich einen Stellenanteil von 0,4 finanzieren. Dies ist im gesamten Umkreis einmalig. Der Stellenanteil der Kirchengemeinden entstand laut dem Gemeinschaftsprediger Edmund Betz aus dem Modellprojekt der diakonischen Schulsozialarbeit der evangelischen Landeskirche vor mehreren Jahren. Nach der fünfjährigen Projektzeit wurde das erfolgreiche Modell von den beteiligten Gemeinden weitergetragen und hat sich seither bewährt. Hierdurch will man die Familien unterstützen und laut dem diakonischen Auftrag den Dienst am Nächsten erbringen. Das Angebot steht allen offen und bietet auch den Lehrern Angebote, wie z. B. die Atempause.

Ebenso bringt sich der Creglinger SoFa e. V. seit Jahren in der Schule ein. Gegründet im Jahr 2006, um zum einen die Schulsozialarbeit an den Creglinger Schulen voranzubringen und zum anderen mit einer Familienwerkstatt Familien mit Projekten und Workshops zu unterstützen, setzt man sich bis heute für die Schulsozialarbeit ein. Nachdem es im Jahr 2017 zu einer teilweisen Neuausrichtung des Vereins kam, finanziert SoFa e. V. die zusätzliche Schulsozialarbeit weiterhin jährlich mit einem festen Betrag. Darüber hinaus, bezuschusst er zahlreiche Projekte, wie z. B. Wen Do, Suchtpräventionstage und Theaterfahrten. Viele Projekte wären ohne die Unterstützung und Kooperation nicht denkbar. Hubert Kluge von SoFa e. V. merkte an, dass dies nur durch die treuen Mitglieder und Spender von SoFa e. V. möglich sei.

Von der jahrelangen guten Kooperation profitieren vor allem die Schüler und die Lehrer, aber auch die Gesellschaft, da durch die Konzeption der präventiven Sozialarbeit Probleme früh bemerkt und angegangen werden können. Einiges kann in Gruppenangeboten und Einzelfallhilfen an der Schule aufgefangen werden. Der stellvertretende Schulleiter der Realschule Michael Frank bemerkte auch im Namen seiner Kollegen: „Schule ist ohne Schulsozialarbeit nicht mehr vorstellbar.“ Der Bedarf an den Angeboten der Schulsozialarbeit steigt kontinuierlich. Frank betonte die Wichtigkeit und Bedeutung der Sozialarbeit. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit den beiden Schulsozialarbeiterinnen und allen Kooperationspartnern. Als Lehrer bekomme man durch die Kooperation nochmal einen anderen Blick auf die Problemlagen der Schüler. Auch die Vertreterin des Allgemeinen Sozialen Dienstes des Landkreises Frau Lis ist dankbar für die präventive Arbeit, die vor Ort geleistet wird und betonte ebenso anerkennend die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.  

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